EVENTS

Jeder Tag ein Festtag
Manche ganz besonders

Von Wein- und Olivenverkostungen bis hin zu Kochworkshops und Feiertagsspecials – hier finden Sie, was aktuell im Franz Ferdinand los ist.

 

© STUDIO 1f.

 

Samstag, 5.8.2017, 18.30 Uhr
Lesung am Roten Brunnen. Ein literarisch-venezianisches Menü!

Mario Schlembach liest aus seinem ersten Roman Dichtersgattin, der im Frühjahr 2017 im Otto Müller Verlag erschienen ist. Wir begleiten den Abend kulinarisch und laden Sie ab 18.30 Uhr zu Aperitif und anschließendem 4-Gänge-Menü rund um den Roten Brunnen ins Franz Ferdinand. Lassen Sie sich überraschen!

€ 48,- / Pers. inklusive Menü + Lesung
Wir bitten um Ihre geschätzte Reservierung!

Aperitivo
Bellini – Tiziano – Prosecco

Antipasti
Cicchetti – kleine Vorspeisen
Tramezzini – Polpettine – Crostini – Mozzarella di Bufala/Pomodori secchi

1. Primi
Sarde in saor

2. Primi
Hausgemachte Käseravioli mit Safransauce und frischen Kräutern

Secondi
Lammragu mit frischen Artischocken

Dessert
Birnentarte mit Vanillecreme

Espresso
Grappa

Änderungen vorbehalten!

Dichtersgattin
Sie redet. Er stirbt. Sie redet weiter.  – Um ihren Mann Hubert zum größten Dichter seiner Zeit zu machen, hat Hedwig alles geopfert. Sie hat Hubert aus der tiefsten Provinz „gerettet“ und in die hohe Wiener Kulturgesellschaft eingeführt, doch seit jeher verweigert er ihr sein „Opus Magnum“. Als sie wie immer die Biennale in Venedig besuchen und den Österreich Pavillon betreten, da erregt sich Hedwig dermaßen über das dort gezeigte „Nichts“, dass all ihr Frust und ihre Wut ausbricht. In einem polyphonen Monolog berichtet sie von ihrem Leben, ihren Sehnsüchten, ihrer Liebe zum Burgtheater sowie der Verweigerung ihres Mannes, der sich lieber manisch mit dem österreichischen Bestattungswesen auseinandersetzt, als sie zu einer zweiten Alma Mahler zu machen und liefert dabei einen tiefen Einblick in die österreichische Seele und Kulturlandschaft des letzten Jahrhunderts. Hedwig redet sich in einen Wahn, während Hubert an ihrer Seite immer mehr verstummt und mit jedem Wort langsam zu verschwinden scheint.

 

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Mario Schlembach
geboren 1985, aufgewachsen neben dem Lagerfriedhof Sommerein (Niederösterreich), als Bauernsohn auf einem Aussiedlerhof. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Theorien der Autorschaft und Thomas Bernhard. Arbeitete u. a. als Bestattungshelfer, Buchhalter, Lokalreporter, Postler, Texter und Totengräber.